Geschichte

Bereits im 1. Jahrhundert errichteten die Römer auf Pforzheimer Gebiet ihre Siedlung “Portus”, was für “Hafen” steht und nutzten die schiffbaren Gewässer für die Flößerei. Die Geschichte der kleinen Handwerkersiedlung endet Mitte des 3. Jahrhunderts, als Franken und Alemannen Portus dem Erdboden gleichmachen. Erstmals urkundlich erwähnt wird Pfortzheim 1067. Um 1080 wird der Siedlung das Marktrecht verliehen. 1220 genießt die Stadt Ansehen als Residenz der badischen Markgrafen. Es existieren zahlreiche Gotteshäuser und eine bedeutende Lateinschule, welche als Wegbereiter der Reformation gilt. Im 13. bis 15. Jahrhundert blühen der Holzhandel, die Flößerei und die Tuchmacherei. Anfang des 17. Jahrhunderts ist Pforzheim mit 3 000 Einwohnern die größte Stadt im Besitz der Markgrafen Badens. Während der Pfälzischen Erbfolgekriege Ende des 17. Jahrhunderts brennen französische Truppen Pforzheim nieder. Einen rasanten Aufschwung nimmt der Ort 1767, mit der Gründung der Uhren- und Schmuckindustrie. Als die Stadt im II. Weltkrieg beinahe gänzlich zerstört wird, finden 17 600 Menschen den Tod. Die Ruinen wichen einer modernen Sachlichkeit, welche heute die Architektur der Stadt prägt. 1975 überschritt Pforzheim die 100 000 Einwohner-Marke und erlangte den Status einer Großstadt.